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Keiner kam durch

Bevor der geneigte Leser sich dem folgenden Text widmet, mag er sich einen Augenblick zurücklehnen und sich fragen, was er/sie mit dieser Überschrift assoziiert.

Der Möglichkeiten gibt es Viele: wird es um etwas unglaublich Metamophorisches wie die Vergänglichkeit des eigenen Lebens gehen ? Oder etwas so Ordinäres wie den Feierabendsverkehr in der Innenstadt ? Möglicherweise auch um die Kassenschlange bei Aldi gegen 1700 Uhr, wenn drei bis vier Rentner vorne stehen und so mir nix dir nix auf einmal aus heiterem Himmel feststellen, dass man ja auch bezahlen muß, dass man dazu erstmal spontan die Brieftasche zücken muß, dass wir mittlerweile in Euro bezahlen....allerdings wäre es auch denkbar mit der Überschrift über die Abwehrreihe italienischer Fussballmannschaften philosophieren zu wollen, den Frust abgefeuerter männlicher Samen bei Sichtkontakt mit der Hormonbarriere einer Anti-Baby-Pille beschreiben zu wollen oder ganz simpel die Erfolgsaussichten von jungen Juristen hinsichtlich einer freien Richterstelle im Blick zu haben...

Nun, beiseite damit, es geht tatsächlich um das zuerst Erwähnte. Ein von mir sehr geschätzter Schriftsteller schrieb einst:"Es gehört zum Wesen des Mensch als Lebewesen, dass er schlechterdings die Vergänglichkeit des eigenen Daseins kognitiv niemals zu erfassen vermag."

Uff. Erst mal sacken lassen.

Angesichts der familiären Ereignisse vom Wochenende ist mir im Moment mal wieder klar vor Augen geführt, dass es genau JETZT vorbei sein kann mit Bloggen, Küssen, Tummeln, Lachen, Weinen, Helfen, Lernen, Geniessen, Trinken, Auf-Klo-Gehen, Aufwachen etc.

Und im Moment bin ich ziemlich in Panik - abgesehen von dem erwähnten familiären Stress - dass in meinem Leben sehr wenig bisher einen Abschluß oder eine Regelung gefunden hat. Nichts ist mir mehr zuwider als die Vorstellung, dereinst nur einen Flickenteppich an angefangenen, nicht konsequent verfolgten oder gar abgebrochenen Dingen zu hinterlassen. Zur Zeit mag ich mich noch darauf ausruhen, dass weder eigene Familie noch Kinder da sind, aber genug Menschen, denen ich nicht einfach, ohne ein Stück weit dazubleiben, entschwinden möchte, gibt es dennoch.

Davon abgesehen tut sich meine Familie wieder einmal in einer Tradition hervor, die positiv bestenfalls mit unglücklich umschrieben werden kann: der sinnlose Versuch die wahren Fakten vor mir zu verbergen, um mich nicht unnötig zu belasten. Leider ist mir ein Gehirn gegeben, was überlassene Fakten auswerten kann und dass - bei offensichtlichen Lücken in dem Vortrag - selbständig weiter zu denken bzw. zu ermitteln vermag. Letztendlich ist das Gesamtergebnis, zu dem ich nun gekommen bin, alles andere als rosig.

Tja....der Herr gibt, der Herr nimmt.

Ach...und Übrigens: ein schickes Fundstück der Woche hab ich gestern beim Anstehen hinter den Rentnern im Supermarkt gesehen - 100 DEUTSCHE MILITÄRMÄRSCHE auf der praktischen Wegwerf-CD. Gut, denk ich mir, es gibt auch Leute, die auf noch schlimmere Musik stehen, aber dass das Ganze mit Reichsadler und fettester Deutschlandfahne drauf geliefert wird, bringt mir Übelkeit. Das ist nicht nur peinlich, sondern auch noch höchst inkonsequent: warum nicht passenderweise die Reichskriegsflagge ???

Und dann noch ein Zitatschnipsel aus meinem nächtlichen Gespräch mit G.:
"Es gibt ja 2 Arten von weiblichen Küssen...nee, drei. Einmal gibt es den einfach nur belastenden Kuss, bei dem man sich fragt, was mit einem da grad gemacht wird. Dann gibt es den Kuss, bei dem man das Gefühl hat, man wird von der Frau aufgefressen, und man einfach nur will, dass es aufhört. Und dann gibt es diesen Kuss, der einem einfach wackelige Kniee macht."

Ich denke, jedem Kerl fällt sogleich eine passende Person für jede der drei Varianten ein, oder ?
15.3.07 11:38
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


chadim (15.3.07 16:27)
Post nubila phoebus

Nun lass mal die Öhrchen nicht hängen, mein Lieber!
Die Vergänglichkeit des Lebens ist ein weiter Philosophischer Raum, da verliert man sich schnell.
Geniess mal jede Minute des irdischen Daseins, es ist ja nicht nur der Morbul unterwegs.
Ich kämpfe an Deiner Seite bis zum Jüngsten Tag.
Der Vaansinn nimmt kein Ende!
G.

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